Fh-oder-Uni

Ich habe mich dazu entschlossen, nach meinem Bachelorabschluss weiterzustudieren. Ein Masterstudium soll in meinem Lebenslauf enthalten sein. Die Entscheidung ist gefallen; nun folgt die Frage aller Fragen: FH oder Uni? Wofür ich mich (vorerst) entschieden habe, erzähle ich im heutigen Beitrag.

Hätte ich diesen Beitrag vor einem halben Jahr geschrieben, wäre der Inhalt vermutlich ein Anderer gewesen. Damals war es für mich klar: Wenn schon ein Master, dann auf jeden Fall an der Uni bleiben. Politikwissenschaft. Das war meine einzige Leidenschaft.

Es fühlt sich richtig an

Wie das Leben nun mal so spielt, hat sich meine Meinung in den letzten Wochen und Monaten allerdings grundlegend geändert. Nun gut, meine Meinung hat sich in den letzten drei Jahren gefühlte hundert Mal komplett geändert. Dieses Mal steht sie aber fest. Es fühlt sich richtig an. Ich fühle mich gut bei der Entscheidung: Es soll etwas mit Medien sein. Gerechtfertigterweise verdrehst du jetzt vermutlich die Augen und denkst dir: Wow, noch eine arbeitslose Jounalistin. Gratulation.

Nun ja, ganz so planlos ist meine Idee dann doch nicht. Aus „irgendwas mit Medien“ wurde recht schnell „irgendwas mit Printmedien“. Das ist doch schon mal ein Anfang, oder? Denn eines steht fest: Ich möchte schreiben! Und zwar immer; jeden Tag! Und damit Geld verdienen. Nachdem ich im Dezember Walters Blog und seinen Weg zur Selbstständigkeit entdeckt habe, bin ich optimistisch: wenn andere es schaffen, kann ich das auch!

Der Weg zum Ziel

Nun gibt es bekanntlich viele Wege die nach Rom… äh ans Ziel führen. Ich könnte neben dem Bachelor in Politikwissenschaft, auch den Bachelor in Publizistik fertigmachen und auf tolle Praktika in den Sommerferien hoffen.

Ich könnte auch einfach mein Glück versuchen und jede erdenkliche Redaktion im deutschsprachigen Raum anschreiben, in der Hoffnung auf eine Fixanstellung. Das Problem: ohne Beziehungen kommt man leider nicht sehr weit. Immerhin wollen 800 andere Publizistik Studierende „irgendwas mit Medien“ machen.

Dann gibt es noch diverse Journalistenschulen oder Lehrredaktionen, die eine journalistische Ausbildung anbieten. Das wäre natürlich der Königsweg. Die wohl bekannteste ist die Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Oder die Axel-Springer-Akademie in Berlin. Das Problem hier liegt auf der Hand: enorm hohe Bewerberzahlen und nur sehr wenige Plätze (die Henri-Nannen-Schule bietet 16 pro Jahrgang, die Axel-Springer-Akademie immerhin 40).

Eine weitere Möglichkeit wäre nun ein Masterstudium. Meinen Bachelor sollte ich nächstes Jahr in der Tasche haben, ein anschließendes Masterstudium scheint realistisch. Ich denke, dass ein Masterstudium der Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Wien für meine Zwecke nicht zielführend ist. Ich möchte eine praktische und keine wissenschaftliche Ausbildung. Vor einem Jahr hätte die Aussage an dieser Stelle vermutlich „ich möchte in die Wissenschaft gehen“ gelautet. Das hat sich geändert (Obwohl die Berufsaussichten vermutlich in beiden Branchen gleich schlecht sind).

FH it is

Ok, also Uni sollte es nicht sein und diverse Jounalistenschulen scheinen mir angesichts meiner noch nicht sehr weitreichenden Erfahrungen eher unrealistisch. Die nächste Konsequenz ist also das Durchforsten der Webseiten diverser Fachhochschulen. Fündig werde ich an der FH Wien. Journalismus und neue Medien. Das hört sich doch schon mal nicht schlecht an. Der Infoabend und die Liste der externen Lehrenden haben mich überzeugt.

Meiner Meinung nach wird gerade in der Medienbranche (vermutlich auch überall anders) immer wichtiger „jemanden“ zu kennen. Das familiäre Umfeld an einer Fachhochschule und die jährliche Studierendzahl von ca. 35 Personen, lässt es leichter zu, Kontakt mit Lehrenden aufzunehmen und durch seine Leistungen hervorzustechen. Das persönliche Umfeld und das umfangreiche praktisch orientierte Curriculum, haben mich überzeugt.

Noch ein Jahr wird vergehen müssen, bis ich mich ernsthaft auf eine Bewerbung vorbereiten werde. Dennoch bin ich mir diesmal ziemlich sicher, dass sich meine Meinung nicht mehr so schnell ändern wird.

Was sagst du dazu? Würdest du deinen Master eher auf einer Uni oder einer FH machen, und warum? Ich interessiere mich für deine Meinung! Hinterlasse sie einfach unten in den Kommentaren.

Ich freue mich auf deine Rückmeldung,

Babsi

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